Reisetagebuch

21.08. – 22.08.2005: Swasiland, von Lundzi bis Lomahasha

Swasiland ist ein kleines Land auf unser Tour, für das es zwei Gründe gab. Der Diesel ist günstiger als in Südafrika, wo der Dieselpreis während unseres Aufenthaltes kräftig gestiegen war. Außerdem wollten wir ein Land mehr in der Statistik „haben“. Aber dann finden wir noch einen dritten Grund, Swasiland nicht auszulassen: Rhinos – ziemlich viele und 15 bis 20 Meter vom Auto entfernt!

Die einzige Nacht in Swasiland verbringen wir im Hlane Royal Nationalpark. Die ersten Tiere zeigen sich schon auf der Campsite. Zwei Straußen laufen dort auf und ab, kommen direkt ans Auto und machen Mark beim Frühstück die Cornflakes streitig, allerdings ohne Erfolg. Am Abend liegen mehrere Impalas zwischen den Hütten und scheuen die Begegnung mit uns nicht. Wir kommen gerade vom Abendessen und sind satt - mit gegrillten Kollegen!
Die erste Tour durch den Park, wo seit etlichen Jahren die Tiere wieder angesiedelt und in verschiedenen Sektionen ausgewildert werden, machen wir mit einem Guide. Nur so dürfen wir in die Sektion mit den Elefanten und Löwen hinein und sehen beides. Fünf Löwen können wir im Gebüsch ausmachen, zeigen sie sich doch für ihre Gattung erstaunlich aktiv. Sie schärfen ihre Krallen am Baum und suhlen sich im Sand! Dann allerdings macht es „buff“! Sie liegen wieder faul im Gras und sind nicht mehr zu sehen. Die Tour morgens um kurz nach 6.00 Uhr machen wir alleine – ohne Guide und ohne Grommet. Wir fahren zum großen Wasserloch und erleben eine ruhige Atmosphäre von beiden Aussichtspunkten. Wir sichten eine Hippo-Familie im Wasser, zwei große Krokodile und unzählige Antilopen.
Und dann waren da noch die Rhinos! Am Abend hatten wir etliche am Wasserloch direkt am Restaurant gesehen, ca. 200 Meter von uns entfernt und durch einen Elektrozaun getrennt. Den hatten sie allerdings in der vorherigen Nacht einfach niedergewalzt. Trotzdem sind wir begeistert, als sie auf uns zukommen und ihre Runde um das Wasserloch auf unserer Seite beenden – 60 Meter von uns entfernt. Aber leider ist es zum Fotografieren bereits zu dunkel. Das holen wir am nächsten Tag nach, als wir unter anderem durch die „Rhino Resting Area“ kommen. Drei Kolosse stehen und liegen dort herum. Wir kommen an die 20 Meter heran, dann ergreifen sie die Flucht vor unserem Ungetüm. Beeindruckend! Der Besuch in diesem Nationalpark hat uns gut gefallen und so bewerten wir bei einer touristischen Umfrage an der Grenze Swasiland entsprechend positiv. Vor allem die niedrigen Preise für den Park heben wir hervor. 25 Emalangeni (zahlbar mit 25 Rand, ca. drei Euro) sind pro Person für einen Besuch fällig, egal wie lange man bleibt.
Mit neuen Bildern im Kasten wie im Kopf geht es zur nahen Grenze. So schnell wie hier ist das Carnet noch nie gestempelt worden. Mit Swasiland verlassen wir die südafrikanische Zollunion. Es folgt der Stempel im Pass. Ein kurzer wie schöner Besuch in Swasiland! Was uns auch in Erinnerung bleiben wird: es ist wieder warm. In Swasiland ging es abwärts – von 1.800 auf 300 Meter Höhe. Die Heizungsabzug wird verschlossen, die Fleeceschlafsäcke verstaut und bald können wir die kurzen Hosen wieder herausholen.

22.08.2005

Lomahasha
Swasiland

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