Reisetagebuch

11.07. - 17.07.2005: Südafrika, von Noordoewer bis Kapstadt

Nun haben wir das Kap der Guten Hoffnung voraus. Nur noch 679 Kilometer bis Kapstadt. Nach rund 27.000 Kilometern on Tour ist das ein Katzensprung. Aber anstatt die Hauptstraße „herunterzubrettern“, lassen wir es ruhig angehen. Wir stoppen an einer heißen Quelle, kühlen uns am kalten Atlantikstrand ab und wollen südafrikanischen Wein testen.

Wie schon so oft auf unserer Afrikareise sind wir wieder einmal erstaunt, wie schnell sich die Landschaft ändert. Im Gegensatz zum sehr trockenen Namibia mit fast keiner Vegetation finden wir schon bald nach dem Grenzübertritt eine grüne Landschaft mit vielen blühenden Blumen vor. Gelb, orange, violett, weiß – der Wegesrand ist bunt gesprenkelt. Das verleiht der sonst noch sehr kargen Landschaft mit vielen Hügeln einen besonderen Charme. Doch es bleibt nicht der einzige abrupte Landschaftswechsel. Als wir die Region Western Cape erreichen, sehen wir die ersten Weinstöcke. Mit Hilfe von Bewässerung werden hier auch Zitrusfrüchte, Getreide, Kürbisse, Kartoffeln, Tomaten und Blumen angebaut. Etwas später Richtung Küste entdecken wir auch Weidewirtschaft mit Rindern, Schafen und Straußen.
Von anderen Reisenden hatten wir eine Empfehlung („Don´t miss it“.) für die heiße Quelle „The Baths“ südlich von Citrusdal bekommen. Nach zwei Tagen können wir nur sagen: „That’s correct, don´t miss it“. Wir genießen das 43 Grad warme Quellwasser ausgiebig und zu allen Tageszeiten in den privaten Jacuzzis und im Warmwasserpool.
Nach so viel heißem Wasser suchen wir an der Atlantikküste Abkühlung. Im Naturschutzgebiet Columbine bei Paternoster finden wir einen netten Platz direkt am Wasser und haben einen tollen Blick auf die Felsen und die Wellen. Tagsüber ist es in der Sonne angenehm warm. Abends wärmen wir uns am Feuer. Wir verbrennen Tonnen von trockenem Kelp und „räumen“ so ein wenig den Strand auf.
Arthur nutzt die Pausentage an der Quelle wie am Strand, um GeU auf die Rückreise entlang der afrikanischen Ostküste vorzubereiten. Nach Zweidrittel der Reise braucht unser Ungetüm hier und da eine Wartung. Da die vorderen Reifen ungleichmäßig abgefahren sind, wechselt er mit Marks Hilfe die Reifen. Mit dem „richtigen Mann anstatt der falschen Frau an seiner Seite“ ist das ein schneller Job. Außerdem bekommt GeU neue Einspritzdüsen. Jetzt qualmt er deutlich weniger.
Die geplante Weinprobe in den Winelands fällt schließlich auf einen Sonntag. Doch sonntags gibt es in Südafrika keinen Alkohol. So lautet das Gesetz für die Supermärkte und so ist die Aussage mehrerer Südafrikaner für die Weinkeller. So nehmen wir den direkten Weg entlang der Küste und erreichen am 207. Tag unserer Reise Kapstadt.

17.07.2005

Kapstadt
Südafrika

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