Reisetagebuch

20.06.2005: Simbabwe, von Kazungula bis Victoria Falls

Die Einreise in ein neues Land steht an. Das Visum erhalten wir für 30 US-Dollar direkt an der Grenze, nehmen aber wegen einem weiteren Trip nach Simbabwe in einigen Wochen eine Double-Entry-Visa für 45 US-Dollar. Beim Zoll benutzen wir erstmals nicht das Carnet, da darin die Seiten knapp werden, und bekommen ein kostenfreies „Tempory Import Permit for Visitors´ Vehicles“. Der Zoll nimmt uns aber 30 US-Dollar für die „Carbon Tax“ ab, die leider nur einen Monat gültig ist. Außerdem müssen wir den Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung nachweisen. Mehrere Versicherungsbüro sind direkt an der Grenze zu finden, haben aber unterschiedliche Dollarraten und unterschiedliche Einstufungen von GeU. So haben wir nach kurzer Zeit eine Versicherung für zwei Monate – wegen der erneuten Einreise – für 35 US-Dollar. Alles musste in „richtigen“ US-Dollar gezahlt werden. Mit den simbabwischen Dollars wird man in diesem Land nicht allzu viel – jedenfalls als Tourist. Außerdem hatten wir sie noch keine. An dieser Grenze gibt es nämlich leider keine Geldautomaten.

Auf guter Teerstraße geht es Richtung Victoria Falls. Eigentlich wollten wir noch eine Nacht im Busch verbringen und hatten uns schon ein schönes Fleckchen ausgesucht. Arthur bastelte an GeU, ich schrieb Texte für die Internetseite, als wir von einem Safari-Fahrer den wohlmeinenden Tipp bekommen, hier nicht zu übernachten. Die Rangers aus dem nahen Nationalpark fahren nachts Patrouille und dann gibt es Diskussionen. Wir sollten lieber an der Straße stehen. Wir haben weder auf Diskussionen noch Parken an der Straße Lust und düsen beim letzten Tageslicht nach Victoria Falls. Dort finden wir schnell das „Victoria Falls Rest Camp & Lodges“ und parken GeU inmitten von Overlander-Fahrzeugen. Aber mit GeU können diese Fahrzeuge nicht wirklich mithalten. GeU ist der einzige richtige Overlander und sorgt für entsprechende Aufmerksamkeit. Seine LKW-Kollegen kurven nur im südlichen Afrika herum.
Seit langem nächtigen wir mal wieder auf einem Campingplatz, genießen für sechs US-Dollar pro Person heiße Duschen und haben auch hier eine schöne Nachtmusik: das Getöse der nahen Victoria Falls.

21.06.2005

Victoria Falls
Simbabwe

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