Reisetagebuch

14.06. – 15.06.2005: Namibia, von Oshikango bis Rundu

Welcome to the Republic of Namibia. Welcome back to civilisation. Das erste lesen wir auf einem großen Schild direkt am Grenzzaun, der zweite denken wir uns, als wir die ersten Eindrücke vom uns nicht unbekannten Land Namibia bekommen.

Schon die Grenze wirkt organisierter als alles bisher in Afrika gehabte und ist ausgesprochen belebt. Am ersten Schalter werden unsere Daten direkt in einen Computer eingegeben. Am zweiten Schalter stempelt der Zoll schnell und zügig das Carnet. Am dritten Schalter nimmt man uns leider Geld ab. Wir müssen das „Cross border charge permit“ kaufen, für einen Track wie GeU leider 300 namibische Dollar, umgerechnet ca. 38 Euro. Das ärgerlichste am Permit: bei der Ausreise muss man den Beleg abgeben und bei einer neuen Einreise, wie wir es nach unserem Ausflug nach Botswana und Simbabwe planen, ein neues kaufen. So viel zu den gesparten Visakosten. Das Permit muss in namibischer Währung bezahlt werden, aber kurz hinter der Grenze ist eine Bank mit Automaten, der uns Geld mit der EC-Karte gibt. Wir sind wirklich zurück in der Zivilisation!
Wir rollen auf hervorragend geteerter Straße noch einige Kilometer im blau-gelben Konvoi. Dann verabschieden wir uns auf nächste von Mark und Blanca. Eventuell treffen wir uns im südlichen Namibia wieder. Wir hatten eine nette Woche zusammen. Der Lebensrhythmus stimmte gut überein. Wir haben uns abwechselnd gegenseitig bekocht und Mark wird noch lange von meinem Apple Crumble mit Custard träumen. Er wollte nach dem Abendessen am letzten gemeinsamen Abend spontan die Route ändern.
Unser Weg führt uns zunächst nach Rundu. Die Straße entlang der angolanischen Grenze ist zunächst gegen unsere Erwartung geteert. Aber auch als die Strecke in eine Piste übergeht, was in diesem Land mit einem Verkehrsschild angekündigt wird, bleibt es hervorragend. Man kann auch auf Pisten hervorragend reisen, wenn sie gepflegt werden. Das werden sie in Namibia. Uns kommt der Grader entgegen. So schaffen wir die gut 400 Kilometer in zwei halben Tagen.

15.06.2005

Rundu
Namibia

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