Reisetagebuch

11.05. – 14.05.2005: Gabun, Cap Esterias

Um zwei ruhige Tage zu verbringen, fahren wir von Libreville zum nahen Cap Esterias. Der Unterschied ist durchaus bemerkenswert. Von der europäisch wirkenden Hauptstadt gelangen wir nach 30 Kilometern in ein Dorf, wo die wenigen Restaurants nur Strom haben, wenn die Generatoren laufen. Und es wirkt ziemlich einsam und verlassen. So kann es uns nur gefallen.

Wir dürfen uns auf das Gelände der „Auberge Cap Esterias“ stellen, aber Restaurantbetrieb ist nur am Wochenende. Am ersten Abend bekommen wir noch ein Haus weiter als einzige Gäste hervorragend gegrillten Fisch serviert. Am nächsten Abend ist dort keiner und wir müssen uns selbst versorgen. An sich kein Problem für uns, nur sind wir so müde und geschafft, dass wir nur noch Salat machen und Griesbrei kochen.
Der Grund: wir hatten einen absolut ätzenden Basteltag verbracht. Eigentlich war Arthur guter Dinge und wollte nur endlich ein kleines Leck in der Wasserleitung für das Bad finden und schließen. Das erste Problem: es musste nicht nur das Werkzeugfach komplett ausgeräumt werden, es musste auch noch die Wand zum Bad aufgehackt werden. Und danach will gar nichts mehr funktionieren. Nichts hält dicht oder so dicht, dass auch kein Wasser in den Leitungen mehr zum Waschbecken kommt. GeU hört mal wieder mehrfach die Drohung, nun hier stehen zu bleiben. Aber am Ende ist Arthur der Sieger. Die Leitungen sind dicht und wir total fertig. Am nächsten Tag werden wir uns erholen. Aber auch am zweiten Tag unseres Aufenthalts arbeiten wir. Bis zum Mittag wird kräftig gebastelt, gewaschen und geputzt. Und dann heißt es für den Rest des Tages wirklich entspannen mit Baden, Lesen und Schimpansen Streicheln. Die Affenwaisen werden von den Restaurantbesitzern aufgezogen, um später wieder ausgewildert zu werden. Frischer Fisch, Scampis, gabunisches Bier, Mondschein und Meeresrauschen sorgen für den richtigen Ausklang des Tages.
Mit einem gewarteten GeU, vollen Proviantkästen und sauberer Wäsche werden wir nun in Richtung der Kongos aufbrechen.

14.05.2005

Cap Esterias
Gabun

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