Reisetagebuch

01.05. – 02.05.2005: Kamerun, von Limbe bis Yaounde

Wir sind wieder „on Tour“ und genießen es, in geruhsamen Tempo mit unserem Ungetüm durchs Land zu reisen. Von Limbe geht es entlang riesiger Bananen-, Gummibaum- und Ölpalmenplantagen nach Douala. Das einzig Bemerkenswerte dort: die Eisdiele und die Boulangerie.

Eigentlich wollten wir erst noch im Hafen einen gegrillten Fisch zu Mittag essen und dann die von unseren Freunden und in allen Reiseführern aufgeführte Eisdiele „Le Glacier Modern“ aufsuchen. Aber da wir die Fischstände nicht finden, suchen wir die Eisdiele direkt auf. Das Eis ist köstlich und auch preislich vergleichbar mit dem am Potsdamer Platz in Berlin. Auch der zuvor verzehrte Hamburger mundet uns gut. In der benachbarten Boulangerie gibt es „Pain Allemande“, ein leckeres Vollkornbrot.
Sonst bot Douala uns nichts. Die wichtigste Industriestadt Kameruns zeigte sich wenig vorteilhaft: viele lose Steine auf der Straße, überall Dreck und Müll, sehr viele Wachleute, fast überall Gitter vor den Fenstern, viele Läden dauerhaft leer oder verschlossen. Und Verkehrsschilder gibt es auch nicht. So verirren wir uns beim Herausfahren und landen auf einem Markt. Kaum haben wir die Ausfallstraße wieder gefunden, stehen wir im Stau und erleben mal wieder den alltäglichen afrikanischen Verkehrswahnsinn. Vor allem die Taxis überholen links und rechts, wie es ihnen gefällt. Am Ende gibt es fünf Spuren, wo es eigentlich nur eine gibt und nichts geht mehr. Aber man sollte nicht glauben, dass sich der mitten drin stehende Polizist die Verkehrsrowdies zur Brust nimmt.
Die Straße von Douala nach Yaounde – für viel Verkehr und gewagte Überholmanöver bekannt – ist dank des Feiertags angenehm leer. Trotzdem werden wir bei einer Polizeikontrolle vor den vielen Besoffenen auf der Strecke gewarnt, die am Tag der Arbeit zu heftig gefeiert haben. Aber wir kommen gut in Yaounde an.

02.05.2005

Yaounde
Kamerun

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