Reisetagebuch

07.03. - 10.03.2005: Burkina Faso, Ouagadougou

Wir kommen jedenfalls auch heil im Zentrum von Ouagadougou an und finden auch die gesuchte Botschaft, obwohl es nur so von Lkw-Verbotsschildern wimmelt. Wir beachten sie alle und schlagen so manchen Bogen durch das Zentrum. Nur haben wir eins nicht beachtet.

Und zwar den Feiertag in Ghana. Dort wird am 7. März der Independence Day begangen. Das betrifft auch die Botschaft im Nachbarland. Und am nächsten Tag ist ein Feiertag in Burkina Faso. Also wird noch ein Tag nicht gearbeitet. Aber am Mittwoch können wir unseren Visaantrag in vierfacher Ausfertigung abgeben und sollen das Visum schon am Tag drauf bekommen.
Anytime from now – ein Spruch, den wir für Afrika schon seit langem benutzen. Anytime from now werden wir weiterfahren. Bis dahin kauften wir ausgiebig im Supermarkt ein, saßen etwas länger im Internetcafe (die Verbindungsgeschwindigkeit ist nun ja ...) und suchten vergebens Campingplätze. Den einen gab es gar nicht mehr. Jedenfalls haben wir ihn nicht gefunden. Den anderen gab es zwar, war auch als Camping bezeichnet und bietet das aber nicht mehr an. Jedenfalls behauptete das der Angestellte und der Patron war nicht im Haus.
Sonst hat Ouagadougou nicht viel zu bieten. Es wirkt zwar viel städtischer als zum Beispiel Bamako, wenn auch mit einem leicht sozialistischen Touch. Es gibt viel breitere Straßen, höhere Gebäude, bessere Infrastruktur, Geschäfte aller Art und die üblichen Marktstände und Garküchen. Aber das Durchfahren und Gucken aus dem Auto reicht.
So haben wir uns außerhalb der Stadt ein Plätzchen unter einem großen Baum gesucht. Die Ruhe ist diesmal allerdings eingeschränkt. In der ersten Nacht prasselt laut und kräftig Regen auf unser Dach. Und zwar so kräftig, dass wir die Fenster schließen müssen. Früh am Morgen (6.20 Uhr) bekommen wir Besuch, der nachhaltig hier und da an GeU klopft und „Bonjour“ ruft. Wir ignorieren das um diese Uhrzeit, aber das hält ihn zunächst nicht ab. Erst als er auf die Leiter zum Eingang steigt und uns im Bett liegen sieht, gibt er mit dem Spruch „... les Blancs ...“ auf.
Seitdem hatten wir Ruhe und sind daher auch hierher zurückgekommen, nachdem wir am Mittwoch in der Botschaft Ghanas die Visaanträge abgegeben haben. Wir mussten nur noch die geforderten „References“ in Ghana nachtragen (die deutsche Botschaft!) sowie zweimal 15000 CFA und unsere Pässe übergeben und am Donnerstag um „one o´clock“ können wir weiterfahren! Ob das was wird?

10.03.2005

Ouagadougou
Burkina Faso

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