Reisetagebuch

25.02. - 26.02.2005: Mali, Timbuktu

Nach einer mühseligen, aber sehr lohnenden Anreise, schließlich ist der Weg das Ziel unserer Tour durch Afrika, erreichen wir Timbuktu. Die Stadt ist wie beschrieben: sandig und staubig! Und Regen (nicht der erste in diesen Tagen, nachts hören wir es mehrfach aufs Dach prasseln) haben wir unmittelbar am Südrand der Sahara auch noch! Aber Timbuktu gehört zu einer Transafrikatour einfach dazu.

Wir suchen uns einen Übernachtungsplatz am Hotel Bouctou und bummeln durch die Stadt. Die Lehmarchitektur der alten Moscheen schauen wir uns nur von außen an. So recht wissen wir nicht, was uns für einen relativ teuren Eintritt geboten wird und verzichten drauf. So investieren wir unser Geld lieber in Obst und Gemüse. Das Angebot ist reichhaltig und auch günstig, wenn man die halbwüchsigen Plagegeister vertrieben hat. Dahinter verbergen sich Kinder, die - obwohl sie nicht zum Stand gehören - einen viel zu hohen Preis nennen. Die Marktfrauen verstehen ihr Geschäft auch ohne Hilfe und Fremdsprachen. Der gewünschte, viel niedrigere Betrag wird in Münzen gezeigt. Die angebotene Butter befremdet uns in Farbe und Geruch, aber unsere Vorräte sind zum Glück noch nicht aufgebraucht. Aufgebraucht sind leider die Brotbestände. Und Brot gibt es nur am Morgen. Dann backen Frauen in den auf der Straße stehenden Backöfen Fladen. Leider sind sie sehr begehrt, so dass ich lange anstehe. Und da wir nur noch eine Münze und sonst kein weiteres Kleingeld haben, gibt es auch nur einen Fladen. Der war aber lecker!

Ansonsten hätten wir noch viele Geschäfte in Timbuktu abschließen können. Schmuck und Kameltouren in die Wüste werden uns ohne Ende angeboten, als wir neben GeU sitzen. Kaum ist einer weg, kommt der nächste. Alle erfolglos! Wir haben schließlich unser eigenes Wüstenfahrzeug, für das uns auch ein Tauschgeschäft angeboten wird: ein Landcruiser und 10 Kamele. Dankend lehnen wir ab und verlassen mit GeU nach einem Tag Timbuktu!

26.02.2005

Timbuktu
Mali

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