Reisetagebuch

13.02. - 18.02.2005: Mali, Bamako

In Bamako lassen wir es ruhig angehen und genießen es, uns außerhalb der Stadt ein Quartier gesucht zu haben. So haben wir Ruhe, wenn wir „zuhause“ sind, und erleben die städtische Hektik nur, wenn wir in die Stadt fahren. Eine Kombination, die uns gefällt.

Mehrfach fahren wir mit den Taxi Collectif in die Stadt. Dahinter verbergen sich ziemlich alte Kleinbusse, die offiziell Platz für 21 Personen haben. Fenster und Türen hat nicht mehr jedes Fahrzeug, aber sie fahren sehr häufig, halten, wo man will, und kosten pro Strecke 175 CFA, etwas über 25 Cent. In Bamako kann man dann alles gut zu Fuß erreichen. Wir bummeln ausführlich über den Marche Central, wo es so ziemlich alles gibt. Es bleibt nur die Frage, ob man findet, was man sucht. Bei einigen Punkten unserer Einkaufsliste sind wir erfolgreich, bei anderen weniger, wie bei neuen Haken für die Handtücher im Bad (damit GeU die Handtücher nicht bei jedem Hubbel auf den Fußboden befördert). In einem Sanitärladen gibt es zwar Haken, aber unser grundsätzliches Problem lässt sich damit nicht lösen. Also werden per Handy weitere Haken herbeitelefoniert. Die sind allerdings auf einer Stange befestigt, die für unser Bad zu groß ist. Also verschieben wir die Problemlösung auf den nächsten Laden oder Stadt.

Der Kauf von neuen Außenspiegeln ist da schon einfacher. Rein in die Straße, wo die Autoteile-Läden sind und schon haben wir genau das, was wir wollen. Nur montiert werden sie noch nicht. Das erfolgt erst, wenn die alten Spiegel komplett auseinander gefallen sind. Obst und Gemüse gibt es günstig und in großer Auswahl an jeder Ecke. Teurer ist da schon der europäische Supermarkt, hat dafür aber ein ausgesprochen gutes Angebot. An der Käsetheke schlagen wir zu: Alter Holländer, Schimmelkäse und Schafskäse für den abendlichen Salat. Lecker und so teuer war es dann auch nicht. Dazu haben wir wie üblich Bier getrunken. Ab 19.30 Uhr ist schließlich Happy hour im „Le Cactus“, neueingeführt von Kalle, einem Deutschen, der dort zur Zeit jobbt. Einmal sind wir direkt aus der Stadt kommend an der Bar hängen geblieben. Und nach der ersten Flasche Bier (0,66 Liter) auf nüchternen Magen bestand unser Abendessen notgedrungen aus dem zweiten Bier der Happy hour und einigen Nüssen ... So wurde es Zeit, „Le Cactus“ zu verlassen. Die Wäsche war mittlerweile sauber, die Tanks waren aufgefüllt und die Visa für Burkina Faso hatten wir auch - von Kalle gegen etwas Aufpreis besorgen lassen.

18.02.2005

Bamako
Mali

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