Reisetagebuch

25.10. – 27.10.2005: Äthiopien, von Gondar bis Metema

Nach einer Nacht und einem gemütlichen Start in Gondar nehmen wir Kurs auf die Grenze zum Sudan. Unsere letzten Birrs bleiben in Gondar, zuerst im Internetcafe, der Rest wird auf die Nachkommastelle genau in den Tank gegossen. Mit fast jedem Meter, den wir zurücklegen, verlieren wir Höhe. Gondar liegt ca. 2.200 Meter hoch. Bei der letzten Übernachtung in Äthiopien ca. 60 Kilometer vor der Grenze sind wir noch 1.000 Meter hoch. Entsprechend wärmer ist es in der Nacht. Es grenzt fast an ein Wunder, dass uns an unserem Platz hinter einigen Büschen nur wenige Meter von der Straße keiner entdeckt hat. Die Landschaft ist nochmals sehr schön und grün in den unterschiedlichsten Schattierungen.

Schon in Shedi suchen wir den Zoll auf, obwohl wir diesmal nicht das Carnet benutzt haben. Der Beamte schaut kurz auf das Zollpapier, stempelt es aber nicht (Ein weiteres Zollbüro befindet sich auch direkt an der Grenze.). Die Ausreise ist schnell abgewickelt. Auch die dürfen wir mit einem Fragebogen bewerten.
Das war Äthiopien! Mit 25 Tagen nimmt es den dritten Platz auf unserer Länderrangliste ein. Wir wollten uns hier etwas länger aufhalten, aber hätten die Zeit gerne genutzt, um auch noch zu den Ruinen nach Aksum zu kommen und in den Simien-Bergen trekken zu gehen. Die sudanesische Botschaft in Addis hatte andere Pläne für uns. Wir werden wohl irgendwann noch einmal nach Äthiopien kommen. Mit Ausnahme der zu aufdringlichen und zu vielen „hello´s“ (wahlweise wird auch „you“ hinter einem hergerufen) hat uns das Land gut gefallen. Grandiose Landschaften und interessante historische Stätten bilden eine spannende Kombination, um das Image Äthiopiens zu vergessen und eine andere Realität zu erfahren.

27.10.2005

Metema
Äthiopien

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