Reisetagebuch

12.08. bis 15.08.2010, Ukraine, von Odessa bis Lemberg (Lviv)

Nun heißt es vorwärts kommen – auf mittelprächtigen Straßen, so dass GeU quietscht und ächzt. Dafür ist es schon weniger warm im Auto und wir lassen es ruhig angehen.

Zunächst fahren wir auf der Autobahn Richtung Kiew. Die Straße ist zunächst dreispurig plus Standstreifen pro Richtung. Das kann nur weniger werden und wird auch weniger. Aber auch die verbleibenden beiden Spuren sind gut. Wir fahren durch eine weitgehend leere und trockene Ebene mit großen Feldern. Nur wenige kleine Orte sind links und rechts der Straße ausgeschildert. In Uman biegen wir nach Westen ab. Damit wird es im Fahrerhaus deutlich wärmer. Der Nordkurs hatte was! Dafür gibt es zeitweilig Schatten auf der Straße. Die Felder sind hier zunehmend mehr von Bäumen und Büschen begrenzt. Es ist insgesamt grüner und weniger warm, aber immer noch deutlich über 30 Grad, aber eben nicht fast 40 Grad.
Die Straße ist deutlich schlechter. Immer wieder rollen wir über beeindruckend tiefe Spurrillen. Mancher Pkw müsste hier schon Probleme mit der Bodenfreiheit bekommen. GeU leidet auch wieder vor sich hin und quietscht und ächzt - wie in Afrika. Im Kühlschrank entsteht – zum ersten Mal auf dieser Tour – „Matsch“. Das Meerettich-Glas hat sich geöffnet und der Hüttenkäse hat sich selbständig gemacht. Dazu hängt sich mal wieder eine Tür des Bücherschrankes aus. Da das nicht zum ersten Mal passiert ist, kann sie nicht mehr nur mit den Holzschrauben befestigt werden, sondern die Schrauben werden durchgeschraubt.
Insgesamt sind es ruhige Fahrtage. Wir starten spät, machen eine lange Mittagspause im Schatten und sind früh mit dem Fahren fertig.
In Lemberg angekommen bummeln wir durch die Altstadt und besichtigen viele Kirchen von außen. Zu mehr reicht unser Interesse dann doch nicht, zudem sind die Kirchen wegen Maria Himmelfahrt gut gefüllt. Eintritt für Nichtgläubige kaum möglich. Insgesamt macht die Stadt einen netten Eindruck und ist voll mit Touristen. Zur Stärkung gibt es anschließend in einem traditionellen ukrainischen Restaurant leckeres Essen, u.a. Varenikys, eine Art Ravioli, und Plinis, eine Art Pfandkuchen mit Pilzen gefüllt. Mit den Vorspeisen, eingelegtes Gemüse, und jeweils einem halben Liter Kwas zahlen wir gerade mal 9 Euro für alles.

15.08.2010

Lemberg
Ukraine

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